Die E.V.A. Initiative

Weil Autos jeden schützen sollten

Einige Menschen sind im Straßenverkehr weniger geschützt als andere. Daher ist es Zeit, unsere Ergebnisse aus über 40 Jahren Unfallforschung der gesamten Autoindustrie zugänglich zu machen. Damit Autos für jeden sicherer werden – nicht nur für Männer.

Gemeinsam machen wir alle Autos für jeden gleich sicher

Wenn eine Frau in ein Auto steigt, dann muss sie eigentlich davon ausgehen können, dass sie genauso gut geschützt ist, wie ein Mann. Allerdings bauen die meisten Automobilhersteller Fahrzeuge, deren Sicherheitskonzept ausschließlich auf Daten von männlichen Crashtest-Dummys basiert. Deshalb ist bei einem Verkehrsunfall das Verletzungsrisiko für Frauen deutlich höher als für Männer.

Es sei denn, sie sitzen in einem Volvo. Denn unser Unfallforschungsteam erfasst seit den 1970er Jahren Daten aus echten Unfällen, um zu verstehen, was bei einer Kollision passiert. In diesen Daten sind Männer und Frauen gleichermaßen vertreten. Warum sollten Frauen also nicht auch genau wie Männer bei Crashtests repräsentiert werden? Mit E.V.A. bieten wir nun unsere Ergebnisse aus über 40 Jahren Forschung zum öffentlichen Download. Damit möchten wir dazu beitragen, alle Fahrzeuge für jeden Insassen sicherer zu machen. Denn bei Volvo steht der Mensch immer an erster Stelle.

«Durch das langjährige Sammeln von Daten aus echten Unfällen haben wir herausgefunden, welche Verletzungen in unterschiedlichen Unfallszenarien bei Männern, Frauen und Kindern auftreten.»



Dr. Lotta Jakobsson, Senior Technical Specialist im Volvo Cars Safety Centre

Das Ergebnis von mehr als 40 Jahren Unfallforschung

1970 wurde das Volvo Unfallforschungsteam (Volvo Traffic Accident Research Team) gegründet. Seitdem hat es Daten von mehr als 40.000 Autos und 70.000 Insassen gesammelt und analysiert. Diese Erkenntnisse sind in die Entwicklung von vielen innovativen Sicherheitssystemen eingeflossen, mit denen unsere Fahrzeuge heute ausgestattet sind.

Der Autositz, der das Schleudertrauma-Risiko um 50% reduziert.

Frauen haben aufgrund ihrer Anatomie ein höheres Risiko, ein Schleudertrauma zu erleiden, als Männer. Aber nicht in einem Sitz von Volvo. Denn unser Schleudertrauma-Schutzsystem (WHIPS) kombiniert eine besonders robuste Kopfstütze mit einem innovativen Sitzdesign, um Kopf und Wirbelsäule perfekt zu schützen. Damit wird das Risiko eines Schleudertraumas bei Frauen und Männern gleichermaßen verringert.

Ein intelligenter Schutzschild

Frauen erleiden bei einem Autounfall aufgrund einer anderen Autonomie des Brustkorbes eher ein Thoraxtrauma als Männer.

Daher haben wir für einen optimalen Schutz und um die Auswirkungen eines Unfalls auf die Insassen zu minimieren, stetig unsere Fahrzeugstruktur, den Sicherheitsgurt und die Seitenairbags weiterentwickelt. Das Seitenaufprall-Schutzsystem SIPS (Side Impact Protection System) basiert auf einer intelligenten Struktur und verbessert in Verbindung mit den Seitenairbags die Sicherheit aller Insassen bei einem Aufprall. Konkret werden schwere Brustkorbverletzungen bei allen Insassen um mehr als 50% reduziert.

Schutz für den Kopf

Frauen benötigen besonderen Schutz bei einem Seitenaufprall. Denn je kleiner eine Person ist, desto tiefer sitzt sie und desto näher befindet sie sich am Lenkrad. Das macht den Kopf-/Schulterairbag (Inflatable Curtain), der das gesamte Fenster abdeckt, zum lebensrettenden Sicherheitssystem.

Als Ergänzung zu unserm SIPS reduziert der Kopf-/Schulterairbag das Risiko von Kopfverletzungen um ca. 75 %. Er bläst sich in 0,04 Sekunden auf und verhindert, dass der Kopf mit Objekten auf der Außenseite des Autos und anderen Teilen kollidiert. Es war das erste Airbag-System, das gleichermaßen Schutz für Insassen auf den Vorder- und Rücksitzen bot – und brachte den Seitenaufprallschutz auf ein neues Level.

Der effektivste Lebensretter im Straßenverkehr

Bisher hat unser Sicherheitsgurt über 1 Million Menschenleben gerettet. Denn er schützt jeden Insassen – unabhängig von Größe, Geschlecht oder Körperbau. Aber es gibt Personen, die bei einem Unfall ein besonderes Risiko tragen: schwangere Frauen.

Als eine der wichtigsten Erfindungen, die zur Verkehrssicherheit beitragen, bietet unser Sicherheitsgurt hervorragenden Schutz bei jeder Unfallart. Um auch Mütter und ihr Ungeborenes optimal schützen zu können und mehr über deren Verletzungsrisiken zu lernen, haben wir den weltweit ersten Crashtest-Dummy entwickelt, der einer durchschnittlichen schwangeren Frau nachempfunden ist. Dabei handelt es sich um ein Computermodell, mit dem untersucht werden kann, wie sich die Insassin im Falle eines Aufpralls bewegt und wie sich Sicherheitsgurt und Airbag auf die werdende Mutter und ihren Fötus auswirken.

«Autos werden von Menschen gefahren. Deshalb sollte der Mensch bei ihrer Entwicklung auch im Mittelpunkt stehen. Das Leitprinzip von allem, was wir bei Volvo tun, ist und bleibt daher Sicherheit.»



Gustaf Larson, Mitgründer von Volvo

MEHR ERFAHREN

Wie Unfälle Autos für jeden sicherer machen können

Seit den 1950er Jahren haben wir mehr als 43.000 in Unfällen beteiligte Autos und 72.000 Insassen erfasst und analysiert. Aus den Ergebnissen sind zahlreiche Innovationen wie WHIPS, SIPS sowie viele Sicherheitssysteme für Kinder entstanden. Wir haben jetzt mehr als 100 Forschungsberichte zusammengetragen und zum Herunterladen bereitgestellt. Wir hoffen, dass dies zu sichereren Autos für alle Fahrzeuginsassen führen wird – unabhängig von Geschlecht und Körpergröße.

E.V.A. – Equal Vehicles for All

FAQ

  • Seit wann führt Volvo Tests mit weiblichen Crashtest-Dummys durch?

    Wir führen seit 1995 Tests mit einem weiblichen Crashtest-Dummy durch. Alles begann mit dem HIII (5. Perzentile), damals die einzige kleine und weibliche Frontalaufprall-Puppe. 2001 ergänzten wir unser Testprogramm mit dem kleinen Seitenaufprall-Dummy SID2s. Anfang der 2000er Jahre entwickelten wir mit dem virtuellen Modell einer schwangeren Frau den ersten mittelgroßen weiblichen Crashtest-Dummy der Welt. Zehn Jahre später erweiterten wir mit dem EvaRID Modell unsere Dummy-Familie um einen mittelgroßen weiblichen Crashtest-Dummy zur Schleudertrauma-Auswertung bei Heckaufprallunfällen – den wir als einziger Autohersteller mitentwickelten.

  • Wie entwickelt Volvo sichere Autos auf Grundlage realer Daten?

    Daten über unsere Fahrzeuge in Schweden werden seit 1970 in der statistischen Datenbank für Verkehrsunfälle von Volvo (Volvo Cars Statistical Traffic Accident Database) erfasst. Ziel ist es, eine große Menge jederzeit verfügbarer Daten bereitzustellen, die Auskunft über die Verletzungen geben, die im Zusammenhang mit bestimmten Autounfällen entstehen. Die abgeleiteten Erkenntnisse können dann für die Produktentwicklung genutzt werden. Und weil wir seit vielen Jahren auf die gleiche Weise Daten gesammelt haben, konnten wir im Laufe der Zeit unsere Fortschritte genau nachverfolgen und so unsere Sicherheitssysteme stetig verbessern.

  • Wie viele Unfalldaten hat Volvo bisher gesammelt?

    In einer Vorstudie aus dem Jahr 1967 haben wir mit 28.000 Fällen den Grundstein gelegt. Seit 1970 haben wir mehr als 43.000 in Unfällen beteiligte Autos mit rund 72.000 Insassen in unserer statistischen Datenbank erfasst. Darüber hinaus verwenden wir für unsere Analysen weitere Daten aus weltweiten Datenbanken.

  • Auf welchen Erkenntnissen basiert die E.V.A. Initiative?

    Das Wissen, welches im Rahmen dieses Projekts der Industrie und Öffentlichkeit als Download zugänglich gemacht wird, ist eine Sammlung von mehr als 100 Forschungsberichten. Diese Berichte haben seit den 1950er Jahren zur Entwicklung von Sicherheitsinnovationen bei Volvo beigetragen.

  • Muss ich in einem Volvo immer noch einen Sicherheitsgurt tragen?

    Ja, der Sicherheitsgurt ist immer noch die effektivste Art, Leben zu retten und Verletzungen bei Autounfällen zu reduzieren. Darüber hinaus ist das Fahren ohne vorheriges Anlegen des Sicherheitsgurts in fast allen Ländern der Welt verboten. Sicherheitsgurte von Volvo werden zudem kontinuierlich optimiert, um die Sicherheit für alle weiter zu verbessern.

Sicherheit, von der alle profitieren

Wir haben angefangen Autos zu bauen, weil wir der Meinung waren, dass niemand sonst Autos baut, die genügend Sicherheit für die schwedischen Straßen bieten. Im Laufe der Jahre haben wir dieses Engagement mit den Erkenntnissen unserer Unfallstatistik gebündelt. So entstanden einzigartige Sicherheitsinnovationen – wie SIPS, WHIPS und IC – die heute zur Standardausstattung in allen neueren Volvo Modellen gehören.